Rudelsingen stimmt auf Weihnachten ein

„Singen ist Balsam für die Seele“, so sagt man. Das wurde am vierten Adventssonntag im Ludgerushaus in Liesborn unter Beweis gestellt. Der Förderverein der Huntington Hilfe Liesborn hatte nach den gut besuchten Veranstaltungen im Frühling und im Herbst nun auch ein Rudelsingen zu Weihnachten auf dem Programm stehen. „Offenes Weihnachtsliedersingen für Jung und Alt“ stand auf der Leinwand, auf die die Liedtexte projiziert wurden. Schriftführerin des Fördervereins und Mitarbeiterin des St. Josef- Hauses Liesborn Carina Kieslich begleitete die traditionellen und modernen Weihnachtslieder am Klavier. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Thais Teigeler hatten die beiden Frauen das Programm ausgearbeitet und wurden durch Bernhard Speckemeier von der Kolpinggruppe Liesborn mit seiner Tonanlage gut unterstützt. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen, schön, dass so viele Menschen hier sind, um mit uns zu musizieren“, begrüßte Kieslich die gut 100 Besucher.

Auch Vorsitzender Reinhold Winkelhorst war von dem großen Andrang überwältigt. Es wurden Tische und Stühle aus dem ganzen Haus zusammengesucht, um den Musikfans gerecht zu werden. Kinder, Senioren und vor allem auch Bewohner der Einrichtung saßen in dem bis in die letzte Ecke gefüllten Begegnungszentrum und sangen zusammen. Ob fröhlich bei Klassikern wie der „Weihnachtsbäckerei“ oder besinnlich bei Liedern wie „Am Weinachtbaum die Lichter brennen“ oder „Süßer die Glocken nie klingen“, es war für jeden etwas dabei. Über „Santa Baby“ wurde herzhaft gelacht, als die Musikerinnen ihren Mitsängern den englischen Text übersetzten und allen klar wurde, welch frechen Liedtext sie seit Jahrzehnten im Radio stets mitsummten, ohne verstanden zu haben, dass sich Eartha Kitt bereits im Jahr 1953 ganz keck einen Neuwagen, einen Pelz, eine Jacht und Diamanten vom Weihnachtsmann wünschte, mit der Begründung, sie sei brav gewesen, weil sie darauf verzichtet habe, junge Männer zu küssen.

Besinnlich wurde es, als einhundert Menschen unterschiedlicher Generationen gemeinsam „Stille Nacht“ sangen und alle waren sich einig, dass dieser Nachmittag ein besonderer gewesen war. Die Menschen konnten eineinhalb Stunden lang ihre Sorgen vergessen, Gemeinschaft erleben und sich auf das Positive konzentrieren. Mit viel Wärme, Harmonie, Hilfsbereitschaft, Freundschaft, Liebe, Rücksichtnahme und natürlich Musik kam drei Tage vor Heiligabend so richtig Weihnachtsstimmung auf.